Auf den Spuren der toten Dichter

„ Glückliches Weimar! Von
den Städten allen
bist du kleine, wunderbar
bedacht!“
Eckermann
 
Wie bereits vor 150 Jahren Herzog Karl August das erste Mal Goethes „Residenz“ betrat, so machten auch wir – W13a(L), W13 b(L), S13bL - uns am 27. März 2014 auf den Weg nach Weimar, um es ihm gleich zu tun.
Doch nicht nur die Spuren des Politikers, Naturwissenschaftlers, Künstlers, Physikers… und insbesondere Dichters Goethe verfolgten wir, auch den freiheitsdenkenden Friedrich Schiller lernten wir besser kennen. Beide gelten als Begründer der Weimarer Klassik.
Als erstes stand Schillers Wohnhaus auf unserem Tagesplan. Im Zentrum Weimars verbrachte Schiller seine letzten sechs Lebensjahre in einem gemütlichen Haus. Mit eisernem Willen kämpfte er bereits jahrelang gegen etliche Krankheiten an, um so viele Gedanken wie möglich auf Papier zu bringen. Trotzdem starb er bereits im Alter von nur 47 Jahren, nur wenige Zentimeter von seinem Schreibtisch entfernt. Mit viel Humor, aber auch Fachwissen  brachte unser Gästeführer uns Schillers Leben näher. Dabei halfen ihm u.a. Schillers Obduktionsbericht, Anekdoten zur Dreiecksbeziehung zwischen Schiller, seiner Frau Charlotte und deren Schwester (!) sowie die Darstellung der besonderen Freundschaft zu Goethe.
Auf eigene Faust besuchten wir als Nächstes Goethes Wohnhaus.
„Zeig mir dein Haus und ich sag dir, wer du bist.“ Dies trifft vollkommen auf Goethe zu. Sein Haus mit Garten und einer riesigen Eingangstreppe, auf der man wie ein „König“ geht – zeigen, dass Goethe Geld, Macht und Anerkennung besaß. Das einzige, was nicht in dieses Bild von Goethe passt, ist die Beziehung mit der bürgerlichen Christiane Vulpius. Trotz bedingungsloser Liebe, heiratet er sie erst nach 18 Jahren.
Warum? Nun, dafür müsst ihr selbst nach Weimar kommen und den Spuren der toten Dichter folgen. Unser letzter Besuch in Goethes Nationalmuseum bot uns einen Einblick über die Gewalt, Liebe und Erinnerungen in Goethes Leben.
Auch wenn die Kultur im Vordergrund unseres Ausflugs stand, so hatten wir dennoch Zeit einen Blick auf die Schönheit der Stadt zu werfen. Mit seiner historischen Bauart, den üblichen verlockenden Shoppingangeboten und einem Paar Thüringer Bratwürsten verzauberte sie uns, bevor es am Abend wieder zurück nach Bamberg ging.