Große Firmen „wollen wissen wie man tickt.“

Mit diesen Worten beschreibt Maria Reinlein die Absicht der Assessment-Center. Wir, die Klasse W11c, waren zu Besuch in der AOK Bamberg. Maria Reinlein holte uns am Eingang ab, begrüßte uns ganz herzlich und führte uns in einen großen Sitzungsaal im obersten Stockwerk des AOK-Gebäudes.

Frau Reinlein, die nach ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss 2015 im Ausbildungsservice der AOK arbeitet, ist Ansprechpartnerin für Ausbildung, Schule und Studium. Zudem vermittelt sie Versicherungen an Interessenten die „work and travel“ ausprobieren möchten. Nachdem Frau Reinlein sich vorgestellt hat, erklärt sie uns den Ablauf der heutigen Veranstaltung und verteilt Broschüren zum Thema Bewerbung und Ausbildung. Daraufhin geht es auch schon los und Frau Reinlein beginnt uns die Aufgaben und die Absicht der Assessment-Center zu erklären.

Assessment-Center (englisch, „assessment“ = Beurteilung) meint ein Gruppenauswahlverfahren im Rahmen der Personalrekrutierung. Die Firmen möchten die Kompetenzen des Bewerbers prüfen und seine charakterlichen Eigenschaften kennenlernen. Die Übungen und Aufgaben reichen von Selbstpräsentationen bis hin zu Gruppendiskussionen.

Zu Beginn haben wir alle eine Selbsteinschätzung durchgeführt, in der wir unsere Fähigkeiten (Stärken, aber auch Schwächen) einschätzen sollten. Anschließend gibt uns Frau Reinlein Tipps für ein gelungenes Assessment-Center. Beispielweise sollten man immer Fehler eingestehen. Fehler sind menschlich. Sich (und anderen) Fehler einzugestehen wird auch von den Beobachtern positiv gesehen. Keinesfalls sollte man die Schuld bei den anderen Teilnehmern suchen!

Nun erklärt Frau Reinlein die am häufigsten verwendeten Aufgaben eines Assessment-Centers. Zu den Aufgaben gehören Gruppenübungen und Gruppendiskussionen wie z. B. „Welche fünf Dinge nimmst du mit auf eine verlassene Insel?“

Oder eine Selbstpräsentation in der man ca. drei bis fünf Minuten über sich referiert. Hierbei sollte man seine Stärken ins Licht stellen und seine Schwächen kaschieren. Hienzu kommen Small-Talk-Übungen, Rollenspiele und Interviews, wobei es sich meist um ein Gespräch mit einem Mitbewerber handelt. Zum Beispiel werden Verkaufsgespräche nachgestellt. Unter anderem wird man auch gewissen Stresstests ausgesetzt, um zu überprüfen wie belastbar man in hektischen Situationen ist. Frau Reinlein macht eines noch Mal ganz deutlich: In all diesen Übungen geht es vor allem um Wahrheit und Authentizität!

Nachdem Frau Reinlein uns erklärt hat, was man unter einem Assessment-Center versteht und welche Aufgaben enthalten sind starteten wir in die Praxisphase und wir durften die Übungen selbst ausprobieren. Dazu wurden wir in Klein- und Großgruppen aufgeteilt. Wir bekamen entsprechende Vorbereitungszeit. Anschließend präsentierten Julia Schöninger und Evelyn Kaiser uns die Übung Rollenspiel. Julia, in diesem Falle die Verkäuferin, sollte Evelyn, der Käuferin, einen Handyvertrag verkaufen. Anschließend präsentierte Philipp Berthold die Ergebnisse der Gruppendiskussion. Die Aufgabe seiner Gruppe war es zu entscheiden, welche fünf Dinge sie von einem sinkenden Boot retten würden, um auf einer Insel zu überleben 
 
Zum Ende der Veranstaltung gab uns Maria Reinlein noch ein paar allgemeine Tipps: Jegliche Ablenkung sollte vermieden werden. Außerdem sollten wir Prioritäten zwischen den Aufgaben setzen. Auf das Assessment-Center sollte man sich gut vorbereiten. Wichtig ist auch, sich nicht darin zu versteifen alles perfekt zu machen. Man solle lieber fünf Fragen gut, als eine perfekt beantworten, die anderen vier aber unzureichend. 
 
Frau Reinlein entließ uns in den Feierabend und merkte letztlich noch einmal an, dass sie sich sehr freuen würde, die ein oder andere Bewerbung von uns auf ihrem Schreibtisch zu sehen.
 
Julia Herrmann, W11c